Jugendarbeit

Jugendarbeit – moderner Männerbund

Die Riegersburg begreift sich heute als moderner Männerbund. Durch die notwendige Förderung des weiblichen Geschlechts in puncto Beruf und Karriere drohen die scheinbar derzeit nicht „förderwürdigen“ Buben schön langsam zurückzufallen. In den Schulen bringen Burschen im Durchschnitt die schlechteren Leistungen, generell neigen sie stärker zu problematischen Verhaltensweisen und drohen – verallgemeinernd gesprochen – in vielen für die Gesellschaft wichtigen Bereichen zurück zu bleiben.

Noch ist es nicht ganz soweit, aber es ist bereits jetzt hoch an der Zeit, der bestmöglichen Förderung der Mädchen, die ebenso bestmögliche Förderung der Buben an die Seite zu stellen! Gerade in diesem gesellschaftspolitisch so eminent wichtigen Bereich haben wir als Männerbünde eine aktuelle und zukunftsträchtige Aufgabe zu erfüllen. Als Gemeinschaft von jungen und alten Männern, sind wir eine der ganz wenigen Gruppierungen, die wir Zeit und Bereitschaft einzubringen bereit sind, um den heranwachsenden Jungen zuzuhören, mit ihnen gemeinsam etwas zu unternehmen und sie an der Erfahrung der Älteren teilhaben zu lassen. Hier hat der Umstand, ein reiner Männerbund zu sein, seine moderne Berechtigung und eine wesentliche Bedeutung für eine starke Gesellschaft. Wir fördern Buben und wollen sie fit für ein erfolgreiches sowie selbstbestimmtes Leben machen!

 

 

Alte und junge Männer machen unsere Verbindungen zu Freundschaftsbünden.

 

„Ausbildungs-Verbindung“

In den vergangenen Jahren hat sich die RBF zu einer regelrechten „Ausbildungs“-Verbindung entwickelt, vergleichbar mit dem Grazer Fußballverein SK Sturm. Wir bilden unsere Aktiven nach bestem Wissen und Gewissen couleurstudentisch aus, versuchen ihnen Werte und Haltungen zu vermitteln, mit denen sie zum einen ein selbstbestimmtes Leben führen und zum anderen wertvolle Leistungsträger in Gesellschaft und Staat werden können. Nach ihrer Matura gehen sie dann – ganz unserem Prinzip scientia entsprechend – in eine der Universitätsstädte, um sich akademische Weihen zu erwerben. Dort schließen sich viele von ihnen anderen Verbindungen an, bleiben somit dem Couleurstudententum als MKVer oder ÖCVer weiter erhalten und verbunden.

 

Miteinander etwas unternehmen, voneinander lernen, im Team arbeiten: Junge Couleurstudenten bei der K.Ö.St.V. Riegersburg.

 

Allerdings bietet eine kleine Bezirksstadt wie Fürstenfeld Akademikern nur relativ wenige Arbeitsplätze, sodaß praktisch kaum einer unserer jungen Philister nach seinem Studium in seiner alten Schulstadt einen adäquaten Arbeitsplatz findet. Damit ist er aber für die aktive Mitarbeit in der RBF meist mehr oder weniger verloren. Das dünnt natürlich unsere personelle Basis vor Ort doch sehr stark aus und belastet die Amtsträger mitunter enorm. Bedauerlicher Weise kann dieser Aderlaß – wohl aus denselben oben angesprochenen Gründen – auch nicht durch Bandmitglieder anderer Verbindungen kompensiert werden. Darüber hinaus täte der RBF eine Erhöhung ihres Akademikeranteiles vor Ort sicher gut, um auch in Zukunft jenen Stellenwert zu haben, den es braucht, um gesellschaftspolitisch wirksam werden zu können.

 

 

„Dr. Gustav Moczygemba-Preis“

Als Gymnasialverbindung erwarten wir ganz selbstverständlich, daß unsere Bundesbrüder die Matura erfolgreich ablegen. Dort, wo das aber über das schulische Leistungs-Minimum hinaus mit „gutem“ oder gar „ausgezeichnetem Erfolg“ geschieht, haben wir mit dem 2006 eingerichteten „Dr. Gustav Moczygemba Preis“ ein sichtbares Zeichen der Anerkennung erbrachter Leistungen geschaffen. Vergeben wird der Preis an Riegersburger, die sich als Aktive in der Verbindung durch erfolgreiche Chargentätigkeit bewährt und darüber hinaus auch noch mit besonderem Erfolg maturiert haben. Weil uns naturgemäß beides wichtig sein muß und wir gerade für unsere jungen Bundesbrüdern eine Bildung für Hirn und Herz als wichtiges Ziel ansehen.

 

Mit dem Dr. Gustav Moczygemba Preis – benannt nach ihrem seinerzeitigen Ehrenphilistersenior auf Lebenszeit – würdigt die Riegersburg diejenigen unter ihren Aktiven, die sich sowohl als Chargen als auch bei ihrer Matura auszeichnen können. Hier überreicht RBF-Philx Gerald L. Guschlbauer vlg. Dr. cer. Wuschl den Preis erstmals im Jahr 2006 an Christoph Schuster vlg. Morpheus.

 

Damit es sowohl für die K.Ö.St.V.Riegersburg als auch Österreich in einem immer mehr zusammenwachsenden, menschenfreundlichen Europa heißen kann: vivat, crescat, floreat, ad multos annos!