Verbindungsleben

 Durch die Jahrzehnte

In weiter Folge hat sich ein sehr reges Verbindungsleben entwickelt, das vorerst einmal den Aufbau der entsprechenden Strukturen zum Ziel hatte. Durch die Aufnahme zahlreicher Persönlichkeiten des Fürstenfelder öffentlichen Lebens hat die junge Verbindung auch bald einiges an gesellschaftlicher Anerkennung erfahren. Zu Beginn der 1970er Jahre haben daher viele Bundesbrüder das öffentliche Leben der Stadt und Region Fürstenfeld mitgeprägt.

 

 

Patriotisches Bekenntnis im Rahmen des 10. RBF-Stiftungsfestes 1967.

 

Später, in den 80er Jahren des 20. Jahrhunderts hat sich die Riegersburg in Fürstenfeld mit teilweise hochkarätigen öffentlich zugänglichen Wissenschaftlichen Abenden einen sehr guten Namen gemacht. Der „Couleur“-Preis des MKV für das beste Verbindungsprogramm 1982/83 war dafür eine schöne verbandsöffentliche Anerkennung.

 

 

Das Präsidium und die Ehrengäste beim Festkommers zum 25. RBF-Stiftungsfestes 1982.

 

Daß in diesen Jahren weit über die Verbindungsgrenzen hinaus gedacht und agiert worden ist, zeigt auf der einen Seite das von der RBF beim Pennälertag 1986 in Villach beantragte und dort auch beschlossene Jahresbildungsthema des MKV „Mitteleuropa – Chance und Zukunft“. Auf der anderen Seite ist es uns in dieser Zeit sogar gelungen, am Gymnasium Fürstenfeld zwei Mal hintereinander Aufsatzwettbewerbe zum jeweiligen MKV-Bildungsthema durchzuführen.

Unvergessen bleibt auch die Ausrichtung der 2. MKV-Aktivenkonferenz im September 1986 in Fürstenfeld mit über 80 Aktiven aus ganz Österreich. Heißestes Eisen damals: Die Frage von eigenen Mädchenkorporationen oder die (un-)mögliche Integration von Frauen in bestehende Männerverbindungen.

 

 

Die Durchführung der 2. MKV-Aktivenkonferenz 1986 in Fürstenfeld war eine verdiente Anerkennung des vielfältigen Engagements der Riegersburg in Gesellschaft und Verband in den 80er Jahren.

 

Verbindungszeitung „Eigenbau“

Durch die Beschäftigung mit gesellschaftlich relevanten Themen und den Blick über den weiß-gold-grünen Tellerrand hinaus hat sich gerade in diesen Jahren die Verbindungszeitung „Eigenbau“ der K.Ö.St.V. Riegersburg zu einer allgemein respektierten Größe innerhalb des gesamten MKV gemausert. Inhaltliche Offenheit und Vielschichtigkeit sowie Auflagestärken bis zu 1.200 Stück, die sowohl in ihrem externen Teil am Fürstenfelder Gymnasium verteilt worden sind, als auch Verbreitung in der gesamten MKV-Öffentlichkeit gefunden haben, haben der RBF Anerkennung weit über die steirischen Landesgrenzen hinaus gebracht. Der Preis der Franz Maria Pfeiffer-Stiftung für die beste Verbindungszeitung des MKV – verliehen 1987 beim Pennälertag in Murau – war der verdiente Lohn.

Ohne Übertreibung kann man sagen, daß die Riegersburg in den 80er Jahren des 20. Jahrhunderts zu den aktivsten und engagiertesten Verbindungen des MKV gezählt hat. Der damalige Philistersenior Dr. Max Keimel vlg. Dr. cer. Max hat seinen Philisterconsenior Gerald L. Guschlbauer vlg. Wuschl als den unermüdlichen „spiritus rector“ hinter all diesen Aktivitäten bezeichnet und gewürdigt.

 

 

Gerald L. Guschlbauer vlg. Wuschl: Philisterconsenior, Eigenbau-Chefredakteur und „spiritus rector“ hinter vielen Aktivitäten der Riegersburg in den 1980er Jahren.