Mahnwache 2022

Politischer Widerstand in Fürstenfeld

 

Die diesjährige Mahnwache der K.Ö.St.V. Riegersburg zu Fürstenfeld fand vor dem Hintergrund des Krieges in der Ukraine statt. Davon ausgehend fragte der Redner, Gerald L. Guschlbauer, RBF, was friedlicher politischer Widerstand denn gegen militärische Aggression, einen Polizeistaat oder ungerechte gesellschaftliche Verhältnisse bewirken kann. Seine Antwort: „Politischer Widerstand wird Unrecht nicht verhindern können, aber er kann dazu beitragen, daß ungerechte Verhältnisse eher früher als später ein Ende finden. Das allein muß den Einsatz bereits wert sein – und er ist es auch!“

 

Im zeitlichen Umfeld zur Mahnwache wandelten die Mitglieder der K.Ö.St.V. Riegersburg den Stadtpark von Fürstenfeld in einen Gedenkpark um, indem sie temporär Tafeln mit den Namen „politisch widerständiger Männer und Frauen“ aufstellten. Darunter befanden sich zum einen Ikonen der Menschenrechtsbewegung wie Mahatma Ghandi, Desmond Tutu oder Bischof Erwin Kräutler. Zum anderen aber aktuelle Aktivistinnen für die Freiheitsrechte wie die junge Afghanin Malala Jusufzai oder die russische Journalistin Marina Owsjannikowa, die durch ihren Protest gegen Putins Ukraine-Krieg im russischen Fernsehen bekannt geworden ist.

Für die Initiatoren der Zuger Hilfe für das nach dem Zweiten Weltkrieg verwüstete Fürstenfeld, Cbr. Gerald Grinschgl, Cl, und Alois Hürlimann, Schw.St.V., wurden „provisorische Straßentafeln“ aufgestellt, verbunden mit der Bitte an die Stadtpolitik, daraus offizielle und dauerhafte Straßenbezeichnungen zu machen.

 

Die Mahnwache der K.Ö.St.V. Riegersburg zu Fürstenfeld ist traditionell Teil der österreichweiten Gedenkinitiativen unter der Patronanz des Mauthausen-Komitee-Österreich. Heuer war sie erstmalig auch Bestandteil oststeirischer Gedenkveranstaltungen („Bewegte Tage im Mai“) unter dem Motto „Frieden braucht Erinnerung“.

 

 

Paul Roch (RBF!) sorgte für die stimmige musikalische Begleitung.