Neues Denkmal in Fürstenfeld?

 

Bei ihrer 10. Mahnwache für die Opfer des Nationalsozialismus (unter dem Titel: „Vernichtete Vielfalt“) enthüllte die Studentenverbindung „Riegersburg“ im Fürstenfelder Stadtpark ein neues Denkmal. Es ist jenen namentlich bekannten jüdischen Bürgerinnen und Bürgern von Fürstenfeld gewidmet, die durch den nationalsozialistischen Terror vertrieben oder gar ermordet wurden.

Allerdings handelt es sich dabei vorerst nur um ein provisorisches Denkmal mit den Namen jener NS-Opfer darauf. In seiner Rede wünschte sich Gerald L. Guschlbauer im Namen seiner Korporation von der Stadtpolitik jedoch ein dauerhaftes, vielleicht sogar künstlerisch gestaltetes Denkmal und richtete eine diesbezügliche Aufforderung an die Obmänner der vier Gemeinderatsfraktionen.

 

Die Mahnwache unter dem Titel „Vernichtete Vielfalt“ widmete sich dem wissenschaftlichen, ökonomischen und kulturellen Aderlaß, der durch den Rassenwahn des Nationalsozialismus und die systematische Auslöschung des europäischen Judentums hervorgerufen wurde. Vom individuellen menschlichen Leid gar nicht zu sprechen. Diesbezüglich warnte Gerald L. Guschlbauer vor einem stark zunehmenden Antisemitismus in Europa und einem bereits wieder gewaltbereiten Neo-Nazismus auch in Österreich.

 

Bildbeschreibungen:

Folgt diesem Provisorium ein dauerhaftes Denkmal für die von den Nazis vertriebenen oder ermordeten jüdischen Bürgerinnen und Bürger der Stadt Fürstenfeld?

 

Markus Villgratter, „Riegersburg“-Senior Philipp Jahn und Gerald L. Guschlbauer (v.l.n.r.) errichteten ein provisorisches Denkmal für die von den Nazis vertriebenen und ermordeten Jüdinnen und Juden von Fürstenfeld.