Spannende Einblicke ins Verbindungsleben

Im romantischen Ambiente der Pfeilburg konnte die Fürstenfelder Mittelschüler- und Studentenverbindung „Riegersburg“ den 336 Seiten starken zweiten Band ihrer Chronik der Öffentlichkeit vorstellen.  

Nach der Begrüßung durch Bürgermeister Franz Jost erläuterte der Autor, Gerald L. Guschlbauer (RBF), die Inhalte seines Werkes und gab dabei überraschend offene Einblicke in das Innenleben seiner Korporation. Neben den zahlreichen Erfolgen und Beiträgen für das
Fürstenfelder Geistes- und Kulturleben im behandelten Zeitraum von 1977 bis 1992 sparte er auch interne Konflikte (Abwahl des Philisterseniors) oder die Auseinandersetzungen mit dem
eigenen Landesverband des MKV nicht aus. Mit einigen Themen war die „Riegersburg“ ihrer Zeit sogar voraus. So etwa in der Frauenfrage im MKV oder im europäischen Einigungsprozeß. Dem Thema „Mitteleuropa – Chance und Zukunft“ widmete sich die
„Riegersburg“ nämlich bereits im Jahr 1987, und damit zwei Jahre vor dem Fall des Eisernen Vorhangs, unter anderem mit der Durchführung eines Aufsatzwettbewerbes am Fürstenfelder
Gymnasium. 

Darüber hinaus fällt die intensive Beschäftigung der Verbindungsmitglieder mit weltanschaulichen und religiösen Fragen auf. 

LT-Präsident a.D. Prof. Franz Majcen (RBF) rundete den informativen Nachmittag damit ab, daß er den Beitrag der K.Ö.St.V. Riegersburg als Korporation, aber auch zahlreicher Riegersburger als Einzelakteure, für das Kulturleben in Fürstenfeld hervorhob.
Musikalisch umrahmt wurde die gelungene Veranstaltung vom „forum sonoris“, das couleurstudentische Lieder vortrug sowie durch die Uraufführung der Erzherzog-Johann-Fanfare, komponiert von DI Dr. Peter J. Heinrich (RBF).


StMV-Vorsitzender Ingo Leiminger, RBF-Philxx Ing. Markus Villgratter, Autor Gerald L. Guschlbauer und Moderator Matthias Glatz freuen sich über die Publikation eines weiteren Teils der Fürstenfelder Studenten-, Stadt- und Schulgeschichte.